MOTIVATION

 

Seit nun bald 20 Jahren spielen Motorräder eine bedeutende Rolle in meinem Leben. Vertieft wurde diese Leidenschaft jedoch ab dem Jahr 2005, als ich zur damaligen Gendarmerie Verkehrsabteilung versetzt wurde. Als "weiße Maus" und auch als Zivilstreifenfahrer fuhr ich etwa 20.000 Kilometer in einer Saison.

Dies bot mir tiefe Einblicke in die allgemeine Verkehrssituation steirischer Straßen.

 

Parallel dazu begann ich mich intensiv mit der Thematik Fahrtechnik auseinanderzusetzen. Ich konnte feststellen, dass es bei den meisten gefährlichen Manövern, welche ich beobachtete, um zwei wesentliche Punkte ging: Zum Einen war es die falsche Selbsteinschätzung des Fahrkönnens und zum Anderen war es keine vorrausschauende Fahrweise.

 

Der Faktor Geschwindigkeit spielte dabei auch eine entscheidende Rolle, aber dieses Thema muss man meiner Meinung nach relativieren. Durchfahre ich eine Kurve mit erlaubten 100 km/h, bin ich dabei absolut entspannt und noch lange nicht im Grenzbereich angelangt. Dieselbe Situation kann einen Fahranfänger, welcher vielleicht gar „nur“ mit 80 km/h unterwegs ist, das Leben kosten. Stellt sich jetzt die Frage – überhöhte Geschwindigkeit, oder einfach falsche Selbsteinschätzung der Situation und des Ausbildungsstandes?

 

Ich suchte oft das Gespräch mit den Bikern und Bikerinnen, um die Gefährlichkeit von gewissen Situationen zu unterstreichen, ohne gleich den Organmandatsblock zu zücken. Diese Vorgehensweise wurde von einigen Leuten nicht mehr für "richtig" befunden. Das Wort Statistik begann vermehrt Einfluss auf unsere Arbeit zu nehmen und schnell wurde mir klar, dass diese Gespräche in keiner Statistik Erwähnung finden würden. Da ich mich mit dieser eingeschlagenen Richtung der Verkehrsüberwachung nicht mehr identifizieren konnte, war es notwendig mich umzuorientieren.

 
Die Erhöhung der Verkehrssicherheit ist nach wie vor dasselbe Ziel, jedoch widme ich mich nun ausschließlich der Fahrtechnikausbildung. Es geht mir darum, gemeinsam mit den Bikerinnen und Bikern an den vorhandenen Fahrfertigkeiten zu "feilen", um dadurch ganz einfach Sicherheitsreserven zu schaffen!

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